Datum / Ort I

15 Januar 2017 Tinguely Museum, Basel

Datum / Ort II

16 Januar 2017 Tinguely Museum, Basel

Serie

Phoenix

Titel

Phonola

Programm

Wolfgang Heisig (*1952) «SE IO HO BEN LA TUA PAROLA INTESA» für Phonola, 2 Klarinetten und Violine (1998) «Links & Rechts» (2015) «Aus den Fugen geraten» (2016) «Origamusic» (2009) aus «Studies for Player Piano» Conlon Nancarrow (1912–1997) «Study #13» aus «Studies for Player Piano» (vor 1962) «Study #20» aus «Studies for Player Piano» (vor 1962) «Study #21» aus «Studies for Player Piano» (vor 1962) «Study #27» aus «Studies for Player Piano» (nach 1962) Alex Buess (*1954) «HAMMER, DRAHT, FILZ & BOLIDE» für Phonola, Ensemble und Live-Elektronik (2016, Auftrag EPhB, UA))

Musiker:innen

Wolfgang Heisig
Phonola
Christoph Bösch
Flöte, Bassflöte
Toshiko Sakakibara
Klarinette, Bassklarinette, Kontrabassklarinette
Donna Molinari
Klarinette, Bassklarinette
Samuel Wettstein
Keyboards
Friedemann Treiber
Violine
Aleksander Gabryś
Kontrabass
Christof Stürchler
Sounddesign
Jürg Henneberger
Musikalische Leitung

Programm­beschrieb

Das erste Konzert der EPhB-Reihe im Jahr 2017 fand in Koproduktion mit dem Museum Tinguely Basel im Rahmen der Ausstellung «Musikmaschinen / Maschinenmusik» statt. Der amerikanische Komponist Conlon Nancarrow hat seit den 1940er Jahren fast ausschliesslich Kompositionen für Pianola oder Player-Piano, wie das Instrument in Amerika genannt wird, geschrieben. Dieses Instrument wurde um die Jahrhundertwende erfunden und hat Komponisten wie Igor Strawinsky, Paul Hindemith, George Antheil u.a. inspiriert, dafür Werke zu schreiben. Nancarrow hat über 50 «Studies» geschrieben, die für menschliche Hände und Finger nicht realisierbar sind. Der ostdeutsche Komponist Wolfgang Heisig hat Nancarrow in den 1990er Jahren in Paris kennengelernt und hat sich seitdem auf die Rekonstruktion der Nancarrow-Rollen spezialisiert – als Komponist schreibt er sowohl Solowerke, wie auch Ensemblewerke mit Phonola (eine Maschine, die vor ein «normales» Klavier gestellt wird und anstelle eines lebenden Pianisten die Tasten bewegt). Der Basler Komponist Alex Buess steuerte mit seiner starken Affinität zu ungewöhnlicher Klangerzeugung ein neues Werk für Phonola, Ensemble und Live-Elektronik bei.