Datum / Ort I
12 Juni 2026 Gare du Nord, BaselDatum / Ort II
13 Juni 2026 Gare du Nord, BaselSerie
PhoenixTitel
«Sternenlicht»Programm
Younghi Pagh-Paan (*1945) «Im Sternenlicht» für Sextett (2019) – 11’ Eleni Ralli (*1984) «A Space to Exist» für Akkordeon und Ensemble (2026, UA, Auftrag EPhB) – 15’ Isang Yun (1917–1995) «Klarinettenquintett Nr. 1» für Klarinette und Streichquartett (1984) – 12’ Klaus Lang (*1971) «weiße farben.» für 8 Instrumente (2016) – 20’Musiker:innen
- Nejc Grm
- Akkordeon
- Jürg Henneberger
- Musikalische Leitung
- Christoph Bösch
- Flöte, Bassflöte, Piccolo
- Antje Thierbach
- Oboe
- Toshiko Sakakibara
- Klarinette, Bassklarinette
- Aurélien Tschopp
- Horn
- Michael Büttler
- Posaune
- Daniel Stalder
- Schlagzeug
- Nejc Grm
- Akkordeon
- Friedemann Treiber
- Violine
- Daniel Hauptmann
- Violine
- Petra Ackermann
- Viola
- Martin Jaggi
- Violoncello
Programmbeschrieb
Ein Programm über Raum, Klang und künstlerische Haltung – mit vier sehr unterschiedlichen Perspektiven auf das Komponieren heute.
In «A Space to Exist», einem Kompositionsauftrag des Ensemble Phoenix Basel, stellt Eleni Ralli das Akkordeon ins Zentrum – nicht nur musikalisch, sondern auch räumlich. Das Instrument bewegt sich zwischen drei räumlich verteilten Gruppen und sucht dabei seinen eigenen Ort. Es geht um das Hören im Raum, um Nähe und Distanz, Präsenz und Abwesenheit – und darum, was es braucht, um existieren zu können.
Younghi Pagh-Paans Werk «Im Sternenlicht» nimmt seinen Ausgangspunkt in einem alten japanischen Gedicht über den Rückzug aus der Welt. In einer poetischen Klangsprache entwirft die Komponistin eine Antwort auf die Frage, wohin man flieht, wenn der «Jammer des Lebens» einen selbst in der Einsamkeit einholt. Ihre Musik ist zugleich zart, entschlossen und spirituell – eine Klangmeditation zwischen Himmel und Erde.
Klaus Lang versteht Musik nicht als Sprache oder Ausdruck persönlicher Emotion, sondern als freies, akustisches Objekt. Seine Kompositionen verweigern sich jeder instrumentellen Funktion. Klang wird nicht benutzt, sondern erforscht – als reine, hörbare Zeit. Musik entsteht als radikale Form der Präsenz: still, konzentriert, ohne Botschaft – und gerade dadurch berührend.
Mit dem «Klarinettenquintett Nr. 1» betritt Isang Yun eine neue Phase seines Schaffens: lyrischer, klarer, strukturierter. Die Klarinette übernimmt die führende Rolle – als Stimme des Wandels, inspiriert vom chinesischen Yang-Prinzip. Yun lässt sie durch den musikalischen Raum wandern auf der Suche nach einer «unendlichen Melodie» – als Symbol für Atem, Befreiung und geistige Weite.