Blanko

«Blanko 2027»

Der Begriff der kollektiven Komposition wird auch heute noch mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Die musikalischen Hierarchien, die sich im Laufe der Geschichte der westlichen Musik herausgebildet haben, haben Musiker und Komponisten zu hochspezialisierten Akteuren gemacht, deren Berührungspunkt oft in der Umsetzung einer Partitur liegt. In dieser Zusammenarbeit schlagen wir einen eher horizontalen Ansatz vor, der darauf abzielt, die traditionellen Rollen der musikalischen Akteure zu verwischen – von Interpreten und Komponisten bis hin zum Publikum und allen Beteiligten am Entstehungs- und Hörprozess eines Musikwerks. (Gustavo Costa)

Jedes Instrument besitzt für das blosse Ohr eine eigene Klangfarbe. Doch was geschieht, wenn man in das Innere eines Instruments eintaucht?
Mit Hilfe von Kontaktmikrofonen sowie im Inneren der Instrumente platzierten Mikrofonen macht Stanislas Pili feinste Schwingungen, Resonanzen und Präparationen hörbar und verstärkt sie im Konzertsaal. Aus dem «Mikrokosmos» des Klangs entsteht ein musikalischer «Makrokosmos», der dem Publikum eine neue Perspektive auf das Ensemble Phoenix Basel eröffnet. (Stanislas Pili)


Programm

Gustavo Costa (*1976) Neues Werk für Ensemble (2027, UA, Auftrag EPhB) – 30’ Stanislas Pili (*1988) «INFRAFOKUS» für makroverstärktes Ensemble / Stanislas Pili und Ensemble Phoenix Basel (2027, UA, Auftrag EPhB) – 30’
Stanislas Pili
Schlagzeug Solo, Performer
Ensemble Phoenix Basel
Christoph Bösch
Künstlerische Leitung