In unserem Blanko-Gefäss geben wir in diesem Jahr zwei Künstlern das „Wort“, die bezüglich ihres musikalischen Werdegangs verschiedene Wege eingeschlagen haben, uns aber aufgrund ihres gemeinsamen Interesses an Interdisziplinarität als Partner für dieses erneute Abenteuer in der Mischzone verschiedener Genres äusserst geeignet scheinen.

In unserem bewusst offen gehaltenen Blanko-Programm erhoffen wir uns ein weiteres Mal, die Grenzen der Sparten spürbar und erlebbar zu machen, diese zu überschreiten und verschiedene Genres zeitgenössischen Kunstschaffens näher zu verflechten.

Mit Maja Solveig Kjelstrup Ratkje haben wir eine ungemein vielseitige Künstlerin eingeladen: Die Komponistin und Stimmkünstlerin mit unverwechselbar einzigartiger Stimme bewegt sich in verschiedensten Feldern zwischen Komposition und Improvisation, vom Musiktheater bis hin zu installativen Arbeiten. In Zusammenarbeit mit uns wird sie sowohl als Komponistin als auch als Performerin in Erscheinung treten.

Der Basler Komponist Lukas Huber ist seit Jahren vertraut mit Neuen Medien und bewandert in diversen zeitgemässen Stilrichtungen. Mit diesem Auftrag wagt er sich auf ein Gebiet abseits des herkömmlichen “akademischen” Komponierens. Damit dies gelingt, hat sich Huber entschlossen, dem Ensemble nicht als Einzelner zu begegnen – denn durch das Hinzuziehen eines Komponisten wäre bereits ein für die Neue Musik typisches Setting bedient –, sondern mit seiner Band UFO zu arbeiten: Durch die Konfrontation einer “Freie Impro”-Band und einem Ensemble für zeitgenössiche Musik sollen Automatismen schneller sichtbar gemacht und aufgebrochen werden können.