Phœnix

Vigilia

Konzert in Zusammenarbeit mit der «SCHOLA HEIDELBERG» (Leitung: Ekkehard Windrich)

Das Oeuvre des deutschen Komponisten und Musikwissenschaftlers Wolfgang Rihm ist immens. Neben drei Sinfonien, neun Opern und einer grossen Anzahl an Solo- und Kammermusikwerken nimmt «Vigilia» als eine der eindrücklichsten Kompositionen in seinem Schaffen einen ganz besonderen Platz ein. Diese Musik schafft es, sowohl für Kenner:innen als auch für wenig gewohnte Hörer:innen Neuer Musik direkt zugänglich zu sein. Vigilien sind in der katholischen Liturgie Nachtwachen, die in Schriftlesungen oder Gebeten verbracht werden und in der Konzentration der Dunkelheit auf besondere kirchliche Feste, zumal das Osterfest, vorbereiten sollen. Rihm bezieht sich auf diesen Brauch und die alte musikgeschichtliche Tradition des Responsorienzyklus’, wie sie etwa durch Carlo Gesualdo (1560–1613) geprägt wurde. Als Textgrundlage dienten Wolfgang Rihm sieben Passionstexte, die von einem sechsstimmigen Gesangsensemble a capella gesungen werden. Diese Motetten werden jeweils unterbrochen durch instrumentale Interludien (Sonata I–VII). Im umfangreichsten letzten Teil (Miserere) musizieren dann das Instrumental- und das Vokal-Ensemble gemeinsam.


Programm

Wolfgang Rihm (*1952) «Vigilia» für sechs Stimmen und Ensemble (2001–2006) – 65'
Jürg Henneberger
Musikalische Leitung
Ekkehard Windrich
Chordirektor
Sarah M. Newman
Sopran
Julie C. Eggli
Alt
Johannes Mayer
Tenor
Jörg Deutschewitz
Tenor
Ansgar Theis
Bariton
Florian Drexel
Bass
Toshiko Sakakibara
Klarinette
Aurélien Tschopp
Horn
Mikael Rudolfsson
Posaune
Michael Büttler
Posaune
Janne Jakobsson
Tuba
Daniel Stalder
Schlagzeug
Nicolas Venner
Orgel
Petra Ackermann
Viola
Benedikt Böhlen
Violoncello
Aleksander Gabryś
Kontrabass